Essen gegen Alzheimer 

Weltweit leiden mehr als 26 Mio. Menschen an Alzheimer. In Österreich rechnet man ab 2050 mit rund 150.000 Betroffenen.

Prof. Hademar Bankhofer verrät, was Sie heute essen müssen, um morgen Alzheimer zu verhindern.

Jeder kann Risiko selbst senken
Bei vielen jungen Leuten ist die Angst vor Alzheimer vor allem dann sehr groß, wenn es in der Familie so einen Fall gibt oder wenn Alzheimer schon des Öfteren aufgetreten ist. Amerikanische Forscher betonen, dass jeder selbst dazu beitragen kann, sein Alzheimer-Risiko zu senken.

Man muss dem Gehirn einfach über die tägliche Ernährung bestimmte Vitalstoffe zuführen, die es braucht, um sich vor Alzheimer zu schützen. Damit kann man nicht früh genug anfangen.

Was dem Hirn gut tut
Eine Frucht, die dem Gehirn den nötigen Treibstoff liefert, ist die Banane. Besonders gut für das Gehirn ist der Bananen-Milchshake. Wer reichlich Heidelbeeren und Brombeeren genießt, stärkt mit dem Farbstoff Anthocyan das Gehirn. Das tägliche Ei macht ebenfalls Sinn, um Alzheimer vorzubeugen. Es liefert Lecithin. Daraus nimmt das Gehirn Cholin auf und produziert daraus selbst Acetylcholin, den wichtigsten Botenstoff für geistige Fitness.

Das Curry-Gewürz macht das Gehirn stark. Der Wirkstoff Kurkumin verstärkt die geistige Aktivität. Curry verbessert die Fähigkeit jener Immunzellen im Körper, welche die Bildung von Alzheimer-Plaques verhindern oder zumindest bremsen. Auch benötigt unser Gehirn, wenn es gesund bleiben soll, Omega-3-Fettsäuren aus Meeresfisch, Leinöl und Rapsöl. Damit wird das Risiko für geistige Störungen verringert.

Und noch mehr Gutes
Auch mit dem häufigen Einsatz von Olivenöl kann man zur Vorbeugung von Alzheimer beitragen. Das Koffein vom Bohnenkaffee schützt vor Alzheimer und Parkinson. Amerikanische Forscher vermuten, dass das auch beim Schwarztee und beim Grünen Tee möglich ist. Unser Gehirn braucht ständig Wasser. Es besteht, wie unser Körper, zu 70 Prozent aus Flüssigkeit und kann nur im flüssigen Milieu stark sein. Bekommt das Gehirn nicht genügend Wasser, sinkt sofort seine Leistung.

Die wertvollen Fette und die Folsäure in Walnüssen, Haselnüssen und Mandeln werden von der Wissenschaft als wichtiger Schutz vor Alzheimer angesehen. Das ist einer der Gründe, warum Studentenfutter geistig fit macht. Hin und wieder ein Glas Rotwein fördert die Sauerstoffversorgung des Gehirns und bremst obendrein eine frühzeitige Arteriosklerose.

Wer sein Gehirn schützen möchte, der muss auch wissen, was er nicht essen sollte. Dazu gehören Lebensmittelzusatzstoffe, künstliche Farben in Nahrungsmitteln und der Geschmacksverstärker Glutamat, der in so vielen Fertiggerichten enthalten ist.

Glutamat an sich ist ein wichtiger Nervenbotenstoff. Ist allerdings zuviel im Körper vorhanden, wird die Reizweiterleitung gestört.

Artikel von http://wien.orf.at/magazin/magazin/gesundheit/stories/221122/