Jeder Dritte leidet unter dem Wetter


Jedem Dritten macht das Wetter zu schaffen. Besonders Ältere reagieren sensibel auf nasskaltes Klima oder rasche Wetterwechsel. Die häufigsten Beschwerden sind Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Schlafstörungen, auch Gelenkbeschwerden und schmerzende Narben sind verbreitet.

Es gibt bislang nur wenige wissenschaftliche Untersuchungen zur Wetterfühligkeit. Nachgewiesen ist ein leichter Anstieg der Kopfschmerz-Häufigkeit bei wechselnden Wetterlagen oder Föhn. Menschen mit Rheuma leiden vermutlich besonders unter der Kälte, weil dann die gelenkstützenden Muskeln schlechter durchblutet werden und angespannter sind. Nach einem überstandenen Herzinfarkt steigt die Empfindlichkeit für hohe Temperaturen, starke Bewölkung und hohe Luftfeuchtigkeit. Herzinfarktpatienten sollten daher vor einem Urlaub in den Tropen mit ihrem Arzt sprechen.

Wetterfühligkeit kann auch ein Symptom für andere Krankheiten sein. Niedriger Blutdruck beispielsweise macht die Betroffenen empfindlicher für schwankende Temperaturen und sorgt oft für Abgeschlagenheit. Dagegen helfen Sport, salzreiche Ernährung und Medikamente. Schmerzmittel gegen Kopfschmerzen oder Migräne sollten ohne Rücksprache mit dem Arzt nur kurzfristig eingesetzt werden. Wer auf "Chemie" verzichten will, kann sich verdünnte Pfefferminztropfen aus der Apotheke auf die Stirn reiben.

Saunabesuche und Wechselduschen vertreiben die Müdigkeit, körperliches Training bessert die Abgeschlagenheit. Gegen depressive Verstimmungen helfen rezeptfreie Medikamente mit Johanniskraut. Bei Gelenkbeschwerden sind Heilpflanzen wie Brennnesselkraut oder Teufelskralle einen Versuch wert. Ihre Wirkung stellt sich aber erst nach einigen Wochen ein. Das Wetter hat sich bis dahin wahrscheinlich schon wieder geändert.