P F L E G E L E I T B I L D

 

 

 

„Der Mensch, in seiner Einzigartigkeit,  ist mehr als die Summe seiner in Einzelwissenschaften beschriebenen Teile“.

 

(Viktor Frankl)

 

So sagt V. Frankl auch, dass das Freie im Menschen die geistige Ebene ist, also unabhängig von der körperlichen Dimension. 

Die Person, das Personale, ist das immer Durchtönende, das Ureigene, immer schon Vorhandene als Potential, das sich entwickeln und entfalten kann, welches wir fördern, stützen  und unterstützen. 

 

Die Funktionen der Person in ihrer Einzigartigkeit, im Umgehen können auch mit Anderen, in ihrer geistigen Freiheit, in Selbstverantwortung und ihrer Fähigkeit aus immerwährend neuen Möglichkeiten zu schöpfen, sowie durch gelebte Beziehungen zu neuer Lebendigkeit zu gelangen, ist uns ein sehr wertvolles Gedankengut.

 

Auch die drei Hauptstrasse zum Sinn (V. Frankl), nämlich die Erlebniswerte, die Schöpferischen Wert und Einstellungswerte, sind Grundlage unserer Arbeit.

 

So fördern wir die Erlebniswerte, das Erleben was an sich Wert hat, u.a. durch bereichernde Begegnungen; die schöpferischen Werte durch Förderung der Kreativität und die Einstellungswert, vor allem  bei vorliegen der Tragischen Trias, durch Förderung der Einstellung zu eben diesen Situationen auch in Hinblick „was ist geblieben?“ und „was macht Sinn?“,  im  Verständnis,  dass  Sinn  die  bestmögliche  Entscheidung,  die hinsichtlich ihres Wertes und ihrer Bedeutung als die wertvollste Möglichkeit der jeweiligen Situation angesehen und erfasst wird.

 

Das Leitbild unseres Hauses ist geprägt von dem Gedanken, dass jedes Leben, gleich welchen Alters, sinnvoll ist. So respektieren und anerkennen wir die  Individualität jedes einzelnen Bewohners, jeder Bewohnerin unseres Hauses. Ein wertschätzender Dialog und Umgang mit den Betroffenen, deren Würde für uns einen sehr hohen Wert darstellt, wir in unserem Haus nicht nur umgesetzt sondern gelebt.

 

Das Miteinbeziehen der BewohnerInnen unseres Hauses  in alle Aspekte der Gesundheitsförderung und Krankheitsbewältigung um Selbstvertrauen und Selbstbestimmung zu unterstützen ist ein wesentliches Element in der Betreuung, auch um personale Integrität aufrecht zu erhalten.

 

Im Rahmen der ganzheitlichen, allumfassenden Versorgung (physisch, psychisch und geistig) der BewohnerInnen unseres Hauses leisten wir zur Linderung von körperlichen und seelischen Problemen einen wesentlichen Beitrag durch empathievolle dialogische Begegnung, sowie auch durch die hohe Qualifikation unseres interdisziplinären Teams.

 

Unserem Pflegeleitbild sind zwei Pflegemodelle zugrund gelegt. Jenes der „Ethischen Grundregeln des ICN“ mit den vier grundlegenden Verantwortungsbereichen:

 

»Gesundheit fördern

»Leiden lindern

»Krankheit verhindern

»Gesundheit wiederherstellen

 

Die Achtung vor dem Leben, die Anerkennung der Menschenrechte und der Respekt vor dem Selbstwert eines Menschen sind Grundwerte unserer pflegerischen Tätigkeit. So erfolgt diese auch unabhängig von Nationalität, Rasse, Glauben, Alter, Geschlecht, politischen Überzeugungen oder sozialem Status.

 

Unser Pflegepersonal verhält sich unseren Klienten gegenüber so, dass

 

»Die Interessen der Personen die der Pflege bedürfen Priorität haben

 

»Die Pflegenden für die Schaffung eines therapeutischen Klimas sorgen, in dem Normen, Gewohnheiten und Lebensüberzeugungen der Klienten respektiert werden

 

»Sie das Vertrauen rechtfertigen, welches man bei persönlichen Mitteilungen in sie setzt und sie sich der Verantwortung bewusst sind, die das Wissen und diese Information mit sich bringen

 

»Die Pflege ist eine Profession, in deren Zentrum der Mensch mit seiner Würde und Einzigartigkeit steht.

 

Das zweite von uns als Basis unserer Pflege integrierte Pflegemodell ist jenes von Monika Krohwinkel mit ihrem existenziellen Ansatz. So ist ihr Modell der „Aktivitäten und existenziellen Erfahrungen des Lebens“ ein Bedürfnismodell, ausgerichtet sowohl auf Aktivitäten des täglichen Alltags als auch darauf, mit existenziellen Erfahrungen des Lebens umzugehen. So unterscheidet dieses Modell:

 

»Die Existenz gefährdende Erfahrungen, wie Abhängigkeit, Sorge, Angst, Schmerz und Sterben

 

»Die Existenz fördernde Erfahrungen, wie Unabhängigkeit erreichen, Zuversicht, Vertrauen und Sicherheit

 

»Erfahrungen, welche die Existenz fördern oder gefährden, welche kulturell bedingt sein können oder aus der Biographie des jeweiligen Menschen resultieren.

 

 

Ein wesentliches Anliegen unserer Arbeit ist auch die Gleichstellung der Geschlechter, der Genderaspekt. So sehen wir die beiden Geschlechter in unserem Grundverständnis als gleichwertig.

 

Dies zeigt sich nicht nur in unserem Verhalten gegenüber BewohnerInnen unseres Hauses sondern auch im Umgang mit unserem Personal. So arbeitet in unserer Einrichtung sowohl weibliches als auch männliches Pflegepersonal, gleichwertig in ihren Funktionen.

 

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen unseres Hauses handeln nach dem Leitsatz:

 

...... wir pflegen mit ♥“

 

 

Millennium-Seniorenheim-Betriebs.GmbH

Pflegeleitbild in der Fassung vom  Jänner 2006